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Kurzbeurteilung Ischgl

 

 

Ischgl


Das Gebiet
ist riesig, über 200 km Pisten, mit dem Schweizer Samnaun-Gebiet sind es über 260 km. Aber während der 7 Tage, die wir vor Ort waren, wurde kaum eine Piste präpariert. Es war anfangs relativ warm und der Schnee war auch in größeren Höhen nass, dann gab es ca. 10 cm Neuschnee. Für DM 50,-- pro Tag und Person kann aber erwartet werden, das dann ggfs. auch mehrmals pro Tag die Pisten präpariert werden, damit das Verletzungsrisiko in Grenzen bleibt. Besonders schwerwiegend kommt hinzu, dass wetterbedingt auch die Sicht teilweise schlecht war und ein sicheres Fahren insbesondere für Anfänger ist bei diesen wenig oder nicht präparierten Pisten in keiner Weise möglich. Die geschilderte Situation traf zumindest in der Woche vom 10.-17.03.01 zu. Auch häufigere Besucher des Ortes konnten sich dies nicht erklären bzw. versuchten dies mit schlechten Wetter- und Schneeverhältnissen (lt. Einheimischen bereits seit 3 Wochen) zu entschuldigen, die das Präparieren der Pisten unmöglich machen würden. (in diesem Zeitraum leider sehr negativ)

Die Liftanlagen hingegen sind wirklich Klasse, lediglich der zentral gelegene Lift auf der Schweizer Seite ist zu klein ausgelegt, denn hier kommt es gegen Mittag häufig zu Wartezeiten bis zu einer halben Stunde, weil dann sehr viele Besucher auf die andere Seite zurückwollen und diesen Lift nehmen müssen. (meist positiv). Negativ dagegen ist, dass man sich erdreistet, für einen Skikartenersatz bei Verlust DM 20,-- zu verlangen, obwohl das Verfahren per Computer keine Minute erfordert - Wegelagerei. Ebenso wichtig: Mal eben auf die Skier und Laufen ist nicht, erst mal 20 min Liftfahrt ins Skigebiet ist einzukalkulieren. Dies muß man ebenso mögen, wie ein weitläufiges Gebiet und große "Hütten" sowie Apres-Ski-Hütten, in denen Jagertee und Glühwein für fast DM 10,-- im kleinen Pappbecher genauso akzeptiert wird wie Fertigmix Apfel-oder Weinschorle und Radler aus der Flasche (Trinkhalme stehen bereit)! Wir mögen es halt gemütlicher und individueller.

Der Ort (nett gelegen und gepflegt)
und die Pisten sind im wahrsten Sinne "randvoll". Wenn vorn noch jemand hereinkommt, dann fällt hinten jemand raus. Aber anscheinend will der durchschnittliche Ischgl-Besucher ein wenig gequält werden. Ob die Pisten am Tage, ob "Nikis" oder "Kitzloch", "Kuhstall" oder "Trofana Alm" oder andere Apres-Ski-Etablissements nach 17:00h, es ist dort so voll, dass nur ein Teil der Besucher der Ballermann-Aufforderung: " die Arme hoch" nachkommen kann ohne den Umstehenden Kinnhaken zu versetzen. Bei einer fast 100% Luftfeuchtigkeit und kaum unter 35 Grad Celsius kommt echtes "Borneo-Feeling" auf. Das Preis-Leistungsverhältnis für die Getränke wird bei dieser (gewollten??) Notlage kaum beachtet und es ist anscheinend egal, was ein einfaches Bier kostet, etwas anderes transportieren die heldenhaft operierenden Serviceleute (meine ehrliche Hochachtung dafür, da gibt es mit Sicherheit eine Tropenzulage) auch nicht auf Ihren Schultern, doch halt, vorgefertigte Willis finden sich auch auf den Tabletts. Bleibt man bei immerhin mal etwas anderer Musik beim Hotel Elisabeth an der Skibar, dann stimmt die Temperatur, eine "servicelose" Drittelliter Flasche Bier (ohne Glas!!) kostet dort aber fast DM 7,--. Kommentar überflüssig. Uns verwunderte auch, das es keine Band gab, die die Musik mit der Hand produzierte. Man begnügte sich meist mit den 20-30 längst totgenudelten "Après-Ski-Pseudo-Sex-unterste-Ebene-Kategorie-Songs". Nicht sehr einfallsreich, aber ein Großteil der Gäste scheint nach entsprechendem Alkoholgenuss damit zufrieden zu sein. "Showtalent" Niki singt wenigstens Playback dazu, die vollkommen übersteuerte Anlage lässt aber alles in einem gnädigen Soundbrei untergehen, aber kein Problem, nach ca. 3 h in schalltoten Räumen kann man wieder halbwegs hören. Laut kann es doch ruhig sein, dann aber bitte mit einer vernünftig eingemessenen Anlage. So quält es unter einem Pegel von 1,5 Promille doch gewaltig. (überwiegend negativ)

Noch eine Info für hoffnungsvoll abenteuerlustige alleinreisende Herren - es sind sicher mehr als 70% männliche Besucher, alleinreisende Mädels sind selten und deshalb auch häufig tätlichen "Annäherungsversuchen" ausgesetzt. (überwiegend negativ)

Medizinische Versorung:  Was weiterhin auffällt: Es gibt keine echte Apotheke, nur die Hausapotheke des einzigen Arztes (total überlaufen und die privaten Verrechnungssätze rufen, vorsichtig ausgedrückt, auch die Verwunderung betuchter Patienten hervor). Die Apotheke macht eine lange Mittagspause und fühlt sich zu normalen Sonderleistungen nicht in der Lage: " Dazu haben wir keine Zeit!" Sehr kundenfreundlich ist das nicht! (negativ)

Speisen, die es in vielen Gaststätten und Hotels erst nach der "Ballermann-Time" gegen 20:00h gibt, waren durchweg sehr gut, liebevoll zubereitet und und erstaunlich preiswert, was man von den Getränken nicht behaupten kann. Der Service war freundlich und schnell (überwiegend positiv)
An- und Abreise: Die kann sehr nervend sein. Unser Tipp: Fahren sie antizyklisch, also Freitagabend oder erst am Sonntag früh. Sie ersparen Sich u. U. nutzlose, nervige Stunden im Auto. Sprechen Sie mit dem Hotel, früher abfahren ist sicher kein Problem ;-)

Fazit: Wegen der relativ kurzen Aufenthaltsdauer können wir keinen umfassenden Überblick geben. Das teilweise doch sehr simpel gestrickte Unterhaltungsangebot ist reichhaltig und auf Massenbetrieb ausgelegt. Das funktioniert erstaunlich gut. Individualität sollte man nicht erwarten, die Preise sind teilweise deutlich überhöht. Das Servicepersonal, mit denen wir zu tun hatten, war sehr freundlich und schnell. Pisten und Ort waren während der o.g. Woche überfüllt. Da relativieren sich die vielen Pistenkilometer, denn auf die Anzahl der Skiläufer bezogen haben kleinere Gebiete teilweise deutlich bessere Verhältnisse vorzuweisen. Wie unter den genannten Umständen die Einstufung als bestes Skigebiet 2000 zustande gekommen ist, das ist uns vollkommen schleierhaft.